Uraufführung des Kammerequiems

am 11.11.2018 in der Basilika Mondsee

Anlass ist die hundertste Wiederkehr des Endes des ersten Weltkrieges.

Zum Einsatz kommen neben allen drei Orgeln der Basilika ein Frauenensemble, Solisten, Deklamation und Instrumentalensemble.

Der liturgische Requiemstext ist kombiniert mit expressionistischen Gedichten der Zeit, die vor allem die existentielle Ebene des menschlichen Leids im Angesicht von Grausamkeit und Endlichkeit beleuchten.

Weiters gibt es ein Round Tablegespräch mit den Salzburger Germanisten Karl Müller, eine Buchpräsentation "Mein Donauschwabien" sowie die Eröffnung der Ausstellung von Anton Thiel im Kapitelsaal der Basilika.

Internationales Brucknerfest Linz 2018

Gruppenermäßigung für Chorsänger/-innen & Co.

BRUCKNER & DER GREGORIANISCHE CHORAL

Freitag, 14. September, 19:30, Alter Dom

Die Gegenüberstellung von Gregorianischen Gesängen und Chorwerken Bruckners zeigt, wie der Komponist die

vielfältigen Anregungen des Gregorianischen Chorals aufgriff und verarbeitete, und verdeutlicht zugleich, dass

die Gregorianik insgesamt nicht ohne Einfluss auf seine Melodiebildung blieb. Hörbar macht die

Zusammenhänge mit der Choralschola der Wiener Hofburgkapelle eine international anerkannte Formation.

Wolfgang Kogert, einer der drei Organisten der Wiener Hofmusikkapelle und damit Nachfolger Bruckners, der

zwischen 1878 und 1892 Hoforganist war, spielt auf der Brucknerorgel Werke von Bruckner und seinen

Amtsvorgängern Ebner, Froberger und Albrechtsberger.

PROGRAMM

JOHANN GEORG ALBRECHTSBERGER (1736–1809)

Präludium für Orgel D-Dur, op. 12, Nr. 2 (1802)

Gregorianischer Hymnus Veni creator spiritus

ANTON BRUCKNER (1824–1896)

Veni creator spiritus, Hymnus für Singstimme(n) und Orgel, WAB 50 (um 1884)

ANTON BRUCKNER

Iam lucis orto sidere, Hymnus g-moll für 4stimmigen Männerchor a cappella, WAB 18 (2. Fassung: 1886)

Gregorianischer Hymnus Iam lucis orto sidere choraliter

Gregorianisches Graduale Inveni David choraliter

ANTON BRUCKNER

Inveni David (I), Offertorium f-moll für 4stimmigen Männerchor, WAB 19 (1868)

JOHANN JAKOB FROBERGER (1616–1667)

Ricercar V g-moll für Orgel, FbWV 405 (ca. 1658)

ANTON BRUCKNER

Inveni David (II) für Singstimmen unisono und Orgel, WAB 20 (1879)

ANTON BRUCKNER

Salvum fac populum tuum F-Dur für 4stimmigen gemischten Chor a cappella, WAB 40 (1884)

Gregorianisches Antiphon Ave regina coelorum choraliter

ANTON BRUCKNER

Ave regina coelorum, Cantus-firmus-Choral für Singstimmen unisono und Orgel, WAB 8 (um 1886)

u. a.

MITWIRKENDE

Choralschola der Wiener Hofburgkapelle

Daniel Mair | Leitung

Wolfgang Kogert | Orgel

Preis: Euro 35,- / 25,- / 20,- / 15,-

MARK- UND GRUNDSTEINE – THE TALLIS SCHOLARS

Montag, 17. September 2018, 19:30, Mariendom

Im Alten Dom erklang zu Gründonnerstag am 21. April 1859 auf ausdrücklichen Wunsch des Bischofs von Linz,

Franz Joseph Rudigier (1811–1884), Palestrinas Missa Papae Marcelli. Bei diesem Pontifikalamt, das wegen

seiner musikalischen Ausgestaltung große Aufmerksamkeit erregte, wirkte Bruckner als Organist mit.

Palestrinas bekanntestes Werk, das seinen Ruhm begründete, ist eine der bedeutendsten Messvertonungen

der Renaissance, die fast 400 Jahre lang bei jeder Papstkrönung gesungen wurde, bis die Päpste seit der

Amtseinführung von Johannes Paul I. im Jahre 1978 auf die Krönung mit der Tiara verzichten.

Am 1. Mai 1862 wurde, zu den Klängen von Bruckners Festkantate, der Grundstein zum Linzer Mariä-

Empfängnis-Dom gelegt. Beim darauffolgenden Hochamt kam eine F-Dur-Messe von Antonio Lotti zur

Aufführung, in die, wie es damals häufig geschah, Werke von Engelbert Lanz und Bruckner ‚eingelegt‘ wurden.

Auf allen Kontinenten außer Antarktika haben sie bereits gesungen. Nun, im 45. Jahr ihres Bestehens, geben

die vielfach ausgezeichneten Tallis Scholars, eines der weltweit führenden A-cappella-Ensembles und

ausgewiesene SpezialistInnen für das Repertoire der Renaissancepolyphonie, unter der Leitung ihres Gründers

Peter Phillips mit diesem faszinierenden Programm ihr Debüt in Linz.

PROGRAMM

GIOVANNI PIERLUIGI DA PALESTRINA (ca. 1525–1594)

Missa Papae Marcelli für gemischten Chor a cappella (ca. 1562)

ANTONIO LOTTI (1667–1740)

Messe F-Dur für gemischten Chor a cappella (ca. 1730er): Kyrie & Gloria

ENGELBERT LANZ (1820–1904)

Misit Deus, Graduale C-Dur für gemischten Chor a cappella (1862)

ANTONIO LOTTI

Messe F-Dur für gemischten Chor a cappella (ca. 1730er): Credo

ANTON BRUCKNER (1824–1896)

Ave Maria, Offertorium F-Dur für gemischten Chor a cappella, WAB 6 (1861)

ANTONIO LOTTI

Messe F-Dur für gemischten Chor a cappella (ca. 1730er): Sanctus, Benedictus & Agnus Dei

MITWIRKENDE

The Tallis Scholars

Peter Phillips | Leitung

Preis: Euro 35,- / 25,- / 20,- / 15,-

FAUST I – H. BERLIOZ: LA DAMNATION DE FAUST

Donnerstag, 20. September 2018, 19:30, Brucknerhaus, Großer Saal

Bruckner als Opernkomponist? Eigentlich unvorstellbar. Und doch versuchte die Schriftstellerin Gertrud Bollé-

Hellmund im Herbst 1893, Bruckner zur Komposition einer Oper zu überreden, für die sie ihm ein Libretto zu

schreiben anbot. Bruckner zeigte sich nicht uninteressiert: „Warum sollte ich nicht eine Oper komponieren, die

Schwierigkeit ist nur, einen Text zu finden, der mir zusagen könnte!“

Allein, sein Gesundheitszustand erlaubte ihm nicht, das Projekt weiterzuverfolgen. Er stellte aber in Aussicht,

darauf zurückzukommen, „sobald ich meine ‚Neunte‘ fertig habe“, wozu es bekanntlich nicht kam. Während

Bruckner an Gounods damals sehr erfolgreicher Faust-Oper kein gutes Haar ließ und sich fragte, was wohl „der

Goethe zu dieser ‚wunderschönen‘ Oper gesagt“ hätte, bewunderte er ein anderes Werk sehr, das ebenfalls auf

der Faust-Tragödie beruht: La Damnation de Faust von Berlioz. Am 16. Dezember 1866 reiste Bruckner extra

aus Linz an, um die vom Komponisten selbst dirigierte Wiener Erstaufführung von Fausts Verdammnis im

Großen Redoutensaal zu besuchen. Im französischen Stardirigenten François-Xavier Roth findet die einzigartige

Mischform aus Oper, Oratorium und Chorsinfonie, vom Orchester Les Siècles in der originalen Stimmung

gespielt, einen stilsicheren Anwalt.

PROGRAMM

HECTOR BERLIOZ (1803–1869)

La Damnation de Faust

Légende dramatique en quatre parties, op. 24 (1845–46)

MITWIRKENDE

Anna Caterina Antonacci | Marguerite

Bryan Register | Faust

Kyle Ketelsen | Méphistophélès

Matthieu Lécroart | Brander

Tschechischer Philharmonischer Chor Brno (Brünn)

Les Siècles

François-Xavier Roth | Dirigent

Preis: €112,- / 98,- / 78,- / 66,- / 43,-

SAKRALMUSIKGESCHICHTE – AUS BRUCKNERS BIBLIOTHEK

Sonntag, 30. September 2018, 11:00, Brucknerhaus, Großer Saal

Das Programm der ersten Konzerthälfte fügt Einzelsätze aus Werken, die Bruckner während der Präparandie, in

seiner St. Florianer Zeit und im Zuge seiner Studien bei Otto Kitzler kennenlernte, zu einer Messvertonung

zusammen, die gleichzeitig ein klingender Streifzug durch die Geschichte der Sakralmusik ist. Von Palestrinas Acappella-

Messe, die seit 1847 regelmäßig im Stift St. Florian aufgeführt wurde, spannt sich der Bogen über

Werke der Haydn-Brüder und Mozarts bis zu den Kompositionen Schiedermayrs, der von 1809/10 an bis zu

seinem Tode Dom- und Stadtpfarr-Organist in Linz sowie ein österreichweit geschätzter Komponist geistlicher

Musik war. Keines dieser Werke war bisher im Brucknerhaus zu hören.

Dies gilt erstaunlicherweise auch für Schumanns Missa sacra. Sein späterer „Feind“ Eduard Hanslick (1825–

1904), der in Wien allmächtige Musikkritiker, übersandte Bruckner, den er als Linzer Domorganisten noch

außerordentlich schätzte, 1865 deren Partitur mit der folgenden eigenhändigen Widmung: „Herrn Anton

Bruckner / zur freundschaftlichen Erinnerung an / Eduard Hanslick / Wien im Dezember 1865“. Bruckner hat die

Messe eingehend studiert und dabei „die Takte numeriert [sic!], um den Periodenbau nachzuprüfen, wie er es

auch bei seinen eigenen Werken immer tat“.

PROGRAMM

GIOVANNI PIERLUIGI DA PALESTRINA (ca. 1525–1594)

Missa Aeterna Christi munera (1590): Kyrie & Gloria

WOLFGANG AMADEUS MOZART (1756–1791)

Missa brevis C-Dur, KV 258 „Piccolomini-Messe“ (1775): Credo

JOHANN BAPTIST SCHIEDERMAYR (1779–1840)

Domine Exaudi, Offertorium A-Dur, op. 35

JOHANN MICHAEL HAYDN (1737–1806)

Timete Dominum, Graduale G-Dur, MH 385 (1784)

JOSEPH HAYDN (1732–1809)

Missa Sancti Nicolai G-Dur, Hob. XXII:6 (1772): Sanctus, Benedictus & Agnus Dei

JOHANN BAPTIST SCHIEDERMAYR

Dixit Dominus

ROBERT SCHUMANN (1810–1856)

Missa sacra c-moll, op. 147 (1852)

MITWIRKENDE

Ana Maria Labin | Sopran

Ida Aldrian | Mezzosopran

Daniel Johannsen | Tenor

Wilhelm Schwinghammer | Bass

Chorus sine nomine

Orchester Wiener Akademie

Johannes Hiemetsberger | Dirigent

Preis: Euro 52,- / 44,- / 38,- / 31,- / 23,- / 15,-

NATURGEWALT UND KRAFT DES GLAUBENS – J. HAYDNS ORATORIUM DIE JAHRESZEITEN

Donnerstag, 4. Oktober 2018, 19:30, Brucknerhaus, Großer Saal

Joseph Haydn begann bereits kurz nach den ersten Aufführungen seines Erfolgsoratoriums Die Schöpfung mit

der Arbeit an den Jahreszeiten. Für das vom Publikum mit Spannung erwartete Werk schrieb erneut Gottfried

van Swieten (1733–1803), einer der wichtigsten Musikmäzene der Wiener Klassik, das Libretto. Als Vorlage für

seinen Text griff er auf das bedeutende englische Versepos The Seasons von James Thomson (1700–1748)

zurück. Geschildert werden Natur und (bäuerliches) Leben im Jahreslauf. Ihr bekannteres Schwesterwerk

übertreffen Die Jahreszeiten durch ihren überwältigenden musikalischen wie formalen Abwechslungsreichtum.

Haydns Oratorium hat Bruckner wohl schon als Kind in Hörsching kennengelernt, wo ein Druck des Werkes zur

Notenbibliothek seines Cousins und Firmpaten Johann Baptist Weiß gehörte, der ihm zwischen 1835 und 1837

Unterricht in Orgelspiel und Generalbass erteilte. Als Organist wirkte Bruckner am 25. März 1859 in Linz bei

einem Konzert mit, zu dessen Programm Auszüge aus den Jahreszeiten gehörten. Am 23. Dezember 1861

präsentierte die Liedertafel „Frohsinn“, deren Mitglied Bruckner von 1856 bis 1868 war, das gesamte Werk in

Linz. Das Textbuch zu einer Aufführung der Jahreszeiten im Rahmen des II. Musikfestes in München 1863 fand

sich in Bruckners Nachlass.

PROGRAMM

JOSEPH HAYDN (1732–1809)

Die Jahreszeiten, Hob. XXI:3 (1799–1801)

MITWIRKENDE

Evelin Novak | Hanne (Sopran)

Michael Schade | Lukas (Tenor)

Christof Fischesser | Simon (Bass)

Chor Ad Libitum

Bruckner Orchester Linz

Andreas Spering | Dirigent

Preis: Euro 77,- / 62,- / 49,- / 38,- / 27,- / 17,-

„KOPIE" DES KONZERTS VOM 4. APRIL 1868

Samstag, 6. Oktober 2018, 19:30, Brucknerhaus, Großer Saal

Am 3. April 1868 vermeldete die Linzer Tages-Post auf Seite 3 „ein ungünstiges Versicherungsjahr“ sowie eine

ausgeplünderte Gemeindekassa“ und warb für „Universalstöpsel, womit man Flaschen von verschiedenem

Kaliber verschließen kann“. So weit, so alltäglich. Fast übersehen könnte man, dass auf derselben Seite die

Ankündigung des Konzerts zum 24. „Gründungsfest der Liedertafel ‚Frohsinn‘“, das unter Bruckners Leitung am

Folgetag in den „Lokalitäten des landschaftl[ichen] Redouten-Saales“ stattfand, eine veritable Sensation

enthält: die Uraufführung der Finalszene von Wagners Oper Die Meistersinger von Nürnberg. Vom

Komponisten persönlich erhielt Bruckner damals Erster Chormeister der Liedertafel „Frohsinn“, die Erlaubnis,

die Ansprache des Sachs und den Schlusschor des Werkes in Linz aus der Taufe zu heben, ganze zweieinhalb

Monate vor der ersten Gesamtaufführung in München.

150 Jahre nach diesem denkwürdigen Ereignis erlebt das Konzert mit seinem zeittypisch „bunten“ Programm,

das Werke verschiedenster Komponisten in den unterschiedlichsten Besetzungen vereint, beim Brucknerfest

2018 eine programmgetreue Wiederholung. Damals wie heute bestreiten lokale MusikerInnen den Abend,

darunter auch die Linzer Singakademie, Nachfolgeorganisation der Liedertafel „Frohsinn“.

PROGRAMM

RICHARD WAGNER (1813–1883)

Einzugsmarsch und Chor der Ritter und Edelfrauen aus der Oper Tannhäuser (2. Akt, 4. Szene),

WWV 70 (1842–45, rev. 1860)

FRANZ SCHUBERT (1797–1828)

Der Entfernten für vierstimmigen Männerchor a cappella, D 331 (ca. 1816)

CONRADIN KREUTZER (1780–1849)

Sechs Lieder für vier Männerstimmen, op. 79 (1830)

CARL FRIEDRICH ZÖLLNER(1800–1860)

Des Müllers Lust und Leid in sechs Gesängen aus der „Schönen Müllerin“ von Wilhelm Müller für vierstimmigen

Männerchor a cappella (1844)

WOLFGANG AMADEUS MOZART (1756–1791)

Streichquartett Nr. 16 Es-Dur, KV 428 (1783) „Haydn-Quartett“ Nr. 4

ANTON BRUCKNER (1824–1896)

Vaterlandslied („O könnt’ ich dich beglücken“) As-Dur für vierstimmigen Männerchor mit Tenor- und Bariton-

Solo a cappella, WAB 92 (1866)

FELIX MENDELSSOHN BARTHOLDY (1809–1847)

Sechs Lieder für gemischten Chor, im Freien zu singen, op. 48 (1839)

ROBERT SCHUMANN (1810–1856)

7 Ritornelle in kanonischen Weisen für mehrstimmigen Männerchor a cappella, op. 65 (1847)

RICHARD WAGNER

Ansprache des Hans Sachs („Verachtet mir die Meister nicht“) und

Schlusschor aus der Oper Die Meistersinger von Nürnberg, WWV 96 (1845–67)

MITWIRKENDE

Albert Pesendorfer | Bass

Franz Xaver Frenzel Quartett

Linzer Singakademie und Hard-Chor

Alexander Koller | Chorleiter

Linzer Konzertverein

Tobias Wögerer | Dirigent

Preis: Euro 42,- / 35,- / 30,- / 25,- / 20,- / 15,-

FAUST II

Montag, 8. Oktober 2018, 19:30, Brucknerhaus, Großer Saal

Bekanntschaft mit Liszts monumentaler Sinfonie machte Bruckner in der Linzer Zeit durch seinen Lehrer Ignaz

Dorn, einen entschiedenen Anhänger der zeitgenössischen Moderne, bei dem er ab 1863 Unterricht nahm und

der „eines der ersten Exemplare der damals eben erschienenen‚ Symphonie zu Goethes Faust‘ erworben, mit

Bruckner studiert und es ihm zum Geschenk gemacht“ hatte. „Diese Partitur trägt die Widmung ‚Andenken von

seinem aufrichtigen Freund Ig. Dorn‘.“ Bruckner „liebte“ die Faust-Symphonie seither denn auch regelrecht,

insbesondere „wegen ihres kolossalen Aufbaues, ihrer Themen, kühnen Harmonik und glänzenden

Instrumentation“. Ein Motiv aus Wagners Faust-Ouvertüre verarbeitete Bruckner im Finalsatz seines einzigen

Streichquintetts, das in den Jahren 1878 und 1879 entstand. Die Staatskapelle Weimar bringt, geleitet von

ihrem Chefdirigenten Kirill Karabits, in Gestalt der Faust-Symphonie von Franz Liszt ein Werk zur Aufführung,

das 1857 in Weimar durch den gleichen Klangkörper aus der Taufe gehoben wurde. Als Dirigent setzte sich Liszt

in Weimar auch für Richard Wagner ein, dessen Faust-Ouvertüre er mit der Staatskapelle 1852 zum ersten Mal

außerhalb Dresdens zu Gehör brachte, wo das Werk 1844 unter Leitung des Komponisten seine Uraufführung

erlebt hatte.

PROGRAMM

RICHARD WAGNER (1813–1883)

Eine Faust-Ouvertüre d-moll, WWV 59 (1839–40, rev. 1843–44 & 1855)

FRANZ LISZT (1811–1886)

Eine Faust-Sinfonie in drei Charakterbildern (nach Goethe), S. 108 (1854, rev. 1857–61 & 1880)

MITWIRKENDE

Christian Elsner | Tenor

Philharmonia Chor Wien | Männerchor

Staatskapelle Weimar

Kirill Karabits | Dirigent

Preis: Euro 55,- / 47,- / 38,- / 33,- / 25,- / 15,-

GEDENKKONZERT ZU ANTON BRUCKNERS TODESTAG

Donnerstag, 11. Oktober 2018, 19:30, Stiftsbasilika St. Florian

Eine Riege internationaler Gesangsstars präsentiert mit dem Bachchor Salzburg und dem Bach Consort Wien

unter der Leitung von Rubén Dubrovsky die beiden bedeutendsten Sakralwerke Mozarts. Sie erklingen so, wie

der Komponist sie im Autograph hinterlassen hat, als Fragmente, und damit ohne alle Ergänzungen von

fremder Hand. Mozarts Requiem galt Bruckner zeitlebens als ein zentrales Werk und war ein wichtiger

Bezugspunkt für sein eigenes kirchenmusikalisches Schaffen. Bruckner hat es häufig gehört, bei Aufführungen

auch selbst als Organist mitgewirkt und die Partitur wiederholt gründlich analysiert, wie etwa

Stimmführungsstudien belegen, deren Ergebnisse er in seinen Krakauer Schreibkalender von 1877 eintrug.

Bereits in der St. Florianer Zeit, also im Jahrzehnt ab 1845, war „seine eigentliche Bibel [...] Mozarts Requiem,

dessen Einfluss sogar durch Zitate [in seiner ebenfalls in d-Moll stehenden Totenmesse] nachgewiesen werden

konnte“.

Von Karl Waldeck (1841–1905), seinem Nachfolger als Organist an der Linzer Dom- und Stadtpfarrkirche, bei

einem der letzten Besuche in Linz Anfang der 1890er-Jahre nach jenen Werken befragt, die er besonders liebe,

antwortete Bruckner: „Das Requiem von Mozart, die ‚Eroica‘,‚Siegfrieds Tod‘ und die Trauermusik aus der

‚Götterdämmerung‘.“

PROGRAMM

WOLFGANG AMADEUS MOZART (1756–1791)

Messe c-moll, KV 427 (417a) (1782–83)

Requiem d-moll, KV 626 (1791)

Beide Werke erklingen so, wie Mozart sie im Autograph hinterlassen hat,

als Fragmente ohne alle Ergänzungen von fremder Hand.

MITWIRKENDE

Yeree Suh | Sopran 1

Sophie Karthäuser | Sopran 2

Anna Bonitatibus | Mezzosopran

Martin Mitterrutzner | Tenor

Luca Pisaroni | Bass

Bachchor Salzburg

Bach Consort Wien

Rubén Dubrovsky | Dirigent

Preis: Euro 99,- / 78,- / 65,- / 47,- / 25

KULTURMEDAILLE DES LANDES OBERÖSTERREICH

Unser langjähriger Referent Kons. Volksschuldirektor i. R. Alois Schausberger

 

 

 

erhielt von Herrn Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer die Kulturmedaille des Landes OÖ.

Wir gratulieren sehr herzlich und danken ihm an dieser Stelle für unzählige schöne Stunden mit Chormusik unter seiner humorvollen, kompetenten und souveränen Anleitung. 

„Der Chorgesang ist Konsulent Volksschuldirektor i. R. Alois Schausberger ein besonderes Anliegen.
Ob seit 1958 als Leiter des Ohlsdorfer Kirchenchores sowie des Volksliedchores, seine 32-jährige Tätigkeit als Leiter des Gmundner Kammerchores, sein über 20-jähriges Engagement als Leiter des „Stadtchores Attnang-Puchheim oder die ca. 20 Jahre dauernde Mitgliedschaft bzw. Tätigkeit als Chorleiter-Stellvertreter des Linzer Kammerchores – Alois Schausberger war immer ein Vorbild an Einsatz und Begeisterungsfähigkeit.
Inzwischen ist Alois Schausberger auch für die Programmgestaltung der Ohlsdorfer Kirchenkonzerte in der Filialkirche Aurachkirchen und in der Pfarrkirche Ohlsdorf alleine verantwortlich.

Auch für die Vokalakademie des Landes OÖ, für die Internationalen Chorseminare in Zell an der Pram sowie die Singwoche des Chorverbandes OÖ war und ist Alois Schausberger seit 20 Jahren aktiv.
Diese Liebe zum Gesang verleitete Volksschuldirektor i. R. Alois Schausberger sogar dazu, mit seinem wohlverdienten Pensionsantritt ein Musikstudium am Konservatorium für Kirchenmusik in Linz zu absolvieren und 2010 mit ausgezeichnetem Erfolg abzuschließen."

Hohe Auszeichnung für Hans Haslinger

Die abermals sehr erfolgreiche Serie des diesjährigen „Vorweihnachtlichen Singens“ mit dem Union-Chor Lambach wurde am 9. Dezember von einem besonderen Ereignis gekrönt: Landeshauptmann a.D.  Dr. Josef  Pühringer überreichte dem Chorleiter Dir. Kons. Hans Haslinger das Dekret des Bundespräsidenten mit der Ernennung zum Berufstitel „Professor“ und hielt eine launige wie von persönlichem Engagement getragene Laudatio. Der volle Saal quittierte diese festliche Geste mit tosendem Applaus.

Ausgezeichnet wurde Professor Haslinger, der bereits das Landes-Sport-Ehrenzeichen in Gold, das goldene Ehrenzeichen der Gemeinde Lambach und die „Goldene Note“ des Oö. Chorverbandes trägt, für seine jahrzehntelange Arbeit zugunsten des Singens ganz allgemein und der Chormusik im Besonderen. Ein wichtiges Motiv für die Titelverleihung war zweifellos sein bundesweit innovativer Einsatz für die zeitgenössische Chormusik im Rahmen des gemeinsam mit der Oö. Vokalakademie mehrmals durchgeführten Großprojekts „BeispielsWeisen“. Auch die Fülle seiner Ideen, wie man das Interesse der Bevölkerung für gute Musik mit attraktiven Konzertprogrammen wecken kann, hat zweifellos eine Rolle gespielt. Darüber hinaus ist seine besondere Hinwendung zur musischen Jugendförderung, die er viele Jahre mit originellen Einfällen vorantrieb, sehr bemerkenswert.

Insgesamt gesehen, wurde mit dem Berufstitel „Professor“ die das regionale wie überregionale Kulturleben prägende Persönlichkeit Hans Haslingers mehr als verdient ausgezeichnet.

Herzliche Gratulation!

Paul Stepanek

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